die einzig Liberalen

"Morgens keine Zeitung, mittags kein Service und abends kein Training"

(Erftkreis). "Mit ihrer Illusion, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse per Gesetz in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze umwandeln zu können, ist die rot-grüne Bundesregierung gescheitert" , so Christian Selinger, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen im Erftkreis.

Die für viele Menschen und Unternehmen wichtigen 630 DM-Jobs, die Flexibilität am Arbeitsmarkt sicherten, sind gefährdet. An allen Ecken und Enden knirscht es. Ob beim Zeitungsaustragen, in der Gastronomie, in Sportvereinen oder Musikschulen - da der 630 DM-Job für Arbeitgeber und Beschäftigte unattraktiver geworden ist, droht die Service-Wüste. Das neue Gesetz vernichtet Arbeitsplätze oder verdrängt Beschäftigte in die Schwarzarbeit. Für die Beschäftigten bringt es so gut wie keinen zusätzlichen sozialen Schutz. "So müßte ein geringfügig Beschäftigter 42 Jahre und drei Monate arbeiten, um die Wartezeit in der gesetzlichen Rentenversicherung zu erfüllen und bekäme dann für jedes Beitragsjahr aus der Arbeitgeberbeiträgen eine Monatsrente von 4,17 DM" , so der Kreisvorsitzende zur Begründung.

Der bürokratische Aufwand ist so groß, daß viele Betriebe schon deshalb von der Einstellung einer 630 DM-Kraft absehen werden, sind sich die Jungen Liberalen einig. So bleibt am Ende nur die Erkenntnis: Rotgrün füllt die Rentenkassen - und das zu Lasten derer, die bisher einen 630 DM-Job hatten! "Deshalb fordern wir: Rückkehr zur alten Regelung bei den 630 DM-Jobs!"