die einzig Liberalen

Man müsse auch mal ein paar Sachen geraderücken

 

Fastenprediger Bruder Barnabas irrt beim Derblecken am Münchner Nockherberg

Christian Pohlmann, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Rhein-Erft, zeigt sich tief bestürzt über die "satirischen" Passagen in der Fastenpredigt von Michael Lerchenberg, alias Bruder Barnabas zur Sozialstaatsdiskussion: "Es ist äußerst bedauerlich, dass die Sozialstaatsdiskussion mittlerweile ein einmalig niedriges Niveau erreicht hat. Der Vergleich von Jungen Liberalen mit KZ-Aufsehern und von Vizekanzler Westerwelle mit einem NS-Bürokraten verharmlost das Leid der Opfer in den Konzentrationslagern. Es ist auch ein Tiefpunkt der politischen Auseinandersetzung in Deutschland. Kabarettist und Schauspieler Michael Lerchenberg hat hier deutlich unter der Gürtellinie agiert. Er trifft damit zudem eben jene, die für eine Versachlichung der Sozialstaatsdebatte eintreten. Der JuLi-Landesvorsitzende von NRW, Marcel Hafke, hat dies erst vor Kurzem gefordert."

"Ich bin höchst beunruhigt, dass Liberale mittlerweile an den rechten Rand gestellt werden. Dadurch wird eine freie Diskussionskultur beeinträchtigt, die auch schwierige politische Themen in der Öffentlichkeit behandelt und nicht in irgendeinem Hinterzimmer. Dies entspricht nicht den demokratischen und freiheitlichen Werten unserer Bundesrepublik. Wir Liberale sagen, dass wir sowohl eine Kultur der Freiheit zur Verantwortung, als auch eine Kultur brauchen, in der sich Leistung wieder lohnt. Damit fordern wir die Gutverdienenden und Unternehmen einerseits ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und die Hilfsbedürftigen andererseits sich nur der gesellschaftlichen Hilfe zu bedienen, die sie auch wirklich brauchen. In der öffentlichen Debatte wird daraus aber nur das verzerrte Bild einer Partei gezeichnet, die die Schwächsten gegen die Stärksten der Gesellschaft gegeneinander ausspielen würde. Das wird unserem Ansinnen und unseren eigentlichen Idealen nicht gerecht. Ich fordere alle auf, sich fair und sachlich über die Probleme unseres Sozialstaates zu unterhalten und über Lösungen zu diskutieren, statt immer neue Alptraumszenarien und missglückte historische Vergleiche zu ziehen.", so Pohlmann weiter.