die einzig Liberalen

Neuer Kreisvorstand nimmt Arbeit auf

Die Jungen Liberalen (JuLis) Rhein-Erft haben auf Ihrem Kreiskongress am 9. Oktober 2009 einen neuen Vorstand gewählt. Ihm gehören neben dem wiedergewählten Kreisvorsitzenden Christian Pohlmann (27) und seinen drei Stellvertretern Martin Schüller (29), Bernd Stähler (26) und Max Zöller (26), Tobias Gerlach (26) als Schatzmeister an. Ergänzt wird das Vorstandsteam von Florian Heise (20), Christoph Kotowski (25), Sandra Nep (21), Lars Schiefler (26) und Kristina Strassel (27).

Der neugewählte Kreisvorstand hat sich am 14. Oktober 2009 schon zu seiner ersten konstituierenden Sitzung getroffen. Neben viel Organisatorischem, diskutierte der frischgewählte Vorstand kritisch die Forderungen des FDP Kreisvorsitzenden Horst Engel MdL zur Verschärfung des Jugendstrafrechts.

Christian Pohlmann sagt: „Im Jugendstrafrecht steht der Gedanke der Erziehung im Vordergrund und nicht der der Bestrafung. Dies muss auch für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren gelten, solange den Tätern die sittliche Reife eines Erwachsenen fehlt. Eine automatische Anwendung des Erwachsenenstrafrechts auf diese Täter lehnen wir daher ab.“

Gleiches gilt für die geforderte Einführung eines sogenannten Warnschussarrests. Martin Schüller führt dazu aus: „Der Warnschussarrest ist ein Dauerthema im Jugendstrafrecht. Die Aussetzung einer Strafe zur Bewährung verbunden mit einem vierwöchigen Aufenthalt im Arrest widerspricht sich. Außerdem ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Aufenthalt im Arrest für die meisten Jugendlichen erzieherisch sogar schädlich. Dies zeigt die bisher günstige Rückfallquote bei zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafen.“

Sonst heißt es bei Jugendlichen nach dem Warnschussarrest: „Cool ich war im Knast!“, meint Bernd Stähler und fügt hinzu, „Wichtiger als die Höhe der Strafe ist die zeitnahe Verurteilung der Täter. Das Geld, zur Schaffung benötigter Arrest-Kapazitäten, sollte besser in präventive oder nach der Tat begleitende Programme fließen, die den erzieherischen Auftrag des Jugendstrafrechts besser erfüllen. Dies ist langfristig effektiver und kostengünstiger.“