die einzig Liberalen

Junge Liberale kritisieren CDU-Politiker Zoll

ERFTSTADT – Die Jungen Liberalen (JuLis) Rhein-Erft haben mit großem Unverständnis auf das Schreiben des CDU-Stadtrates Wolf Rüdiger Zoll an den Buchhändler Rolf Köhl reagiert. In einem Brief hatte Zoll Kritik an Köhls Plänen geübt, neben seiner Liblarer Niederlassung ein weiteres Geschäft in Lechenich zu eröffnen.

„Dass sich innerhalb der CDU solche Ansichten finden lassen, hielten wir bislang für unvorstellbar. Das marktwirtschaftliche Verständnis von Herrn Zoll ist eher das eines Planwirtschaft- Vertreters“, sagte der stellvertretenden Kreisvorsitzende und Erftstädter Sandro Nücken. Das Interesse eines Unternehmers seinen Betrieb zu vergrößern ist verfassungsrechtlich geschützt. Wenn ein Politiker dies mit seinem „Einkaufsverhalten“ und „sonstigem Einflussgebiet“ angreifen und boykottieren wolle, sei das mehr als bedenklich. „Gerade den Kleinbetrieben und dem Mittelstand dürfen von Seiten der Politik nicht solche Steine in den Weg gelegt werden. Wenn Herr Zoll das anders sieht, sollten er und seine Partei sich überlegen, ob er nicht in einer anderen politischen Gruppierung besser aufgehoben ist. Gerade in Erftstadt ist unternehmerische Initiative zu fördern und nicht zu verhindern“, so Nücken abschließend.