die einzig Liberalen

JuLis Rhein-Erft fordern mehr Prävention bei Jugendgewalt

 

Die Jungen Liberalen Rhein-Erft haben am vergangenen Wochenende auf dem Landeskongress in Wuppertal breite Zustimmung für ihren Antrag zur Kriminalitätsbekämpfung bei Jugendlichen erhalten. So wurde das Papier, welches unter anderem die Einführung eines Warnschussarrestes von bis zu vier Wochen beinhaltet, nahezu einstimmig von den Deligierten des JuLi-Landesverbandes beschlossen.

Der Kreisvorsitzende des Jugendverbandes, Stefan Wehr, stellte hierbei klar die Abgrenzung von den Positionen der CDU heraus. „Die Vorschläge, die aus den konservativen Reihen kommen, sind teilweise erschreckend. Forderungen nach Erziehungscamps amerikanischer Ausprägung, in denen Jugendliche mit militärischem Drill täglich gedemütig und beleidigt werden, erteilen die JuLis eine klare Absage. Hierbei werden Menschenrechte mit Füßen getreten“, betonte Wehr.

Weiterhin lehnen die JuLis die flächendeckende Videoüberwachung und den Einsatz elektronischer Fußfesseln ab. Vielmehr müsse der Schwerpunkt auf Prävention, beispielsweise durch mobile Erziehungsberatung für Eltern, gelegt werden. „Natürlich kostet eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Jugendämter Geld, jedoch liegen diese Kosten weit unter denen den späteren Strafvollzuges“, so Wehr weiter. Er hofft nun, dass der neue Beschluss der JuLis NRW nun auch bald in der Landes-FDP Gehör findet und in praktische Politik umgesetzt wird.

Einen weiteren Erfolg konnten die JuLis Rhein-Erft im personellen Bereich feiern. So wurde der Brühler Jan Schiller für eine weitere Amtszeit zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der JuLis NRW gewählt. Im Amt des Vorsitzenden ist der Wuppertaler Marcel Hafke bestätigt worden. Die zum Landeskongress gewählten Delegierten des Rhein-Erft-Kreises waren Sandro Nücken, Thomas Fritz (beide Erftstadt), Jan Schiller, Stefan Wehr (Brühl), Heiko Kienbaum (Hürth) und Stefan Westerschulze (Kerpen).