die einzig Liberalen

JuLi-Landesvorsitzender in Frechen zu Gast

 

Frechen - Am vergangenen Dienstag durften die Jungen Liberalen Rhein-Erft (JuLis) im Liberalen Zentrum in Frechen ihren Landesvorsitzenden Marcel Hafke begrüßen. Thema der Veranstaltung war die Reform der Arbeitslosenversicherung, welche in jüngster Zeit innerhalb des Jugendverbandes sehr kontrovers diskutiert wurde.
Hafke sieht hierbei eine langfristige Privatisierung als erstrebenswertes Ziel an. „Einigen Bevölkerungsteilen wird eine Arbeitslosenversicherung vorgeschrieben, obwohl sie nicht immer erwünscht ist. Andere Gruppen wiederum erhalten keinen Zugang zu dieser Vorsorgeform, obwohl sie von ihnen gewollt ist. Zudem ermöglicht das derzeitige Modell keine Deckung nach individuellen Bedürfnissen.“, erklärte der Landesvorsitzende des Jugendverbandes.

Als Problem wurde hierbei durchaus festgestellt, dass gering Qualifizierte aufgrund ihres hohen Risikos zur Arbeitslosigkeit Schwierigkeiten haben würden, einen privaten Versicherungsvertrag zu erhalten. „Hier müssen die Liberalen definieren, welche Rolle der Staat in diesem Zusammenhang spielen soll. Die Verpflichtung für alle Versicherer einen Basistarif anzubieten, der allen Interessierten offen steht, kann eine Lösung sein. Andererseits stellt sich die Frage, ob für Geringverdiener die Absicherung über das Liberale Bürgergeld als ausreichende Maßnahme des Staates betrachtet wird“, erklärte der Kreisvorsitzende der JuLis Rhein-Erft, Stefan Wehr, der die Diskussionsveranstaltung als rundum gelungen bezeichnete. Dadurch, dass der Vortrag von Marcel Hafke nur sehr kurz gehalten wurde, hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, seine eigenen Gedanken ausführlich in die Debatte einzubringen. So sagte der Großteil zu, den Meinungsfindungsprozess innerhalb der JuLis weiter zu begleiten. „Bei den Zielvorstellungen sind wir heute ein gutes Stück vorangekommen. Der Weg dorthin, welcher die Übergangsfristen und die genaue Gestaltung des Modells beinhaltet, wird in den kommenden Monaten den Mittelpunkt der Arbeit der JuLis darstellen“, erklärte Hafke abschließend.