die einzig Liberalen

JuLis setzen sich für Behinderte ein

 

Erftstadt/Kerpen. Die Belange behinderter Menschen müsse stärker in der Öffentlichkeit thematisiert werden. Dieser Meinung ließen die Jungen Liberalen Rhein-Erft mit Unterstützung des Erftstädter Stadtverbandes Taten folgen. Am vergangenen Wochenende prüfte die Jugendorganisation öffentliche Einrichtungen in Erftstadt und Kerpen auf ihre Zugangsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer.

Im Rahmen der Aktion fand auch ein Treffen mit Josef Zehnpfennig vom Sozialverband VdK statt. Dieser schilderte den JuLis die vielfältigen Hindernisse für Gehbehinderte aus der Sicht eines Betroffenen. So fehlten bei vielen öffentlichen Gebäuden nach wie vor behindertengerechte Eingänge. Weiterhin seien Behindertentoiletten häufig unzureichend ausgebaut oder würden als Abstellkammer genutzt, was die Bewegungsfreiheit enorm einschränke. Zehnpfennig und der stellvertretende Kreisvorsitzende der JuLis, Heiko Kienbaum, stimmten überein, dass der Ausbau bundeseinheitlicher Schließsysteme bei Behindertentoiletten, zu denen jeder Betroffene einen Schlüssel erhält,  weiter vorangetrieben werden müsse. Die Verwendung von Rollsplit bei der Bebauung von Gehwegen in Parks oder Friedhöfen erschwere zudem das Weiterkommen von Rollstuhlfahrern ungemein, wie die JuLis in einem Versuch selbst feststellen konnten.

Carsten Müller, Kreisvorsitzender der JuLis fand die Aktion rundum gelungen, wobei ihm neben den gewonnenen Erkenntnissen ein zusätzlicher Aspekt wichtig war. „Viele Menschen setzen liberale Politik mit sozialer Kälte gleich. Zu zeigen, dass sich Liberale auch für Benachteiligte einsetzen ist  uns ein großes Anliegen“, erklärte Müller.