die einzig Liberalen

JuLis: "Jede Schule soll selbst über ein Kopftuchverbot entscheiden.

 

Rhein-Erft-Kreis / Düsseldorf. In der heutigen Plenardebatte hat die FDP-Landtagsfraktion gefordert, ein generelles Kopftuchverbot für alle Schulen in NRW festzulegen. Die Jungen Liberalen (JuLis) halten diesen Lösungsansatz für falsch.

Vielmehr muss aus Sicht der FDP-Jugendorganisation in jeder Schule individuell geregelt werden, ob ein Kopftuchverbot erlassen wird oder nicht. Dazu führt der Kreisvorsitzende der Rhein-Erft-JuLis, Torsten Rekewitz, aus: „Zunächst mal kann es aus unserer Sicht nicht nur um ein Kopftuchverbot gehen. Wenn, dann müssen entweder alle religiösen Symbole aus der Schule verbannt werden oder aber gar keins. Mit zweierlei Maß zu messen geht nun wirklich nicht. Und wenn überhaupt etwas verboten werden soll, dann darf das nicht von oben herab verordnet werden. Wir JuLis wollen mehr Autonomie für alle Schulen. Das bedeutet im ‘Fall Kopftuch’ konkret, dass in jeder Schule selbst ein Verbot erlassen werden soll – oder eben nicht. Vor Ort kann am besten entschieden werden, ob es den Schülerinnen und Schülern zumutbar ist, verhülltes Lehrpersonal vorzusetzen.“

Aus eben diesem Grund können die Jungen Liberalen die Haltung der FDP-Landtagsfraktion nicht nachvollziehen: „Eine Partei, die wie die FDP für Eigenverantwortung und Autonomie von Schulen steht, darf nicht die Haltung annehmen, von oben herab zu entscheiden, wie sich Lehrerinnen und Lehrer zu verhalten haben.“, meint der JuLi-Vorsitzende Torsten Rekewitz.