die einzig Liberalen

JuLis greifen JuSo-Polemik zu Studiengebühren an

 

Rhein-Erft-Kreis. Die prinzipielle Ablehnung von Studienentgelten durch die Jusos Rhein-Erft stößt bei den Jungen Liberalen im Kreis (JuLis) auf scharfe Kritik.

"Wer behauptet, das jetzige System sei sozialer und gerechter als ein Modell mit nachgelagerten Studiengebühren, ist gründlich auf dem Holzweg", erklärte der neue Kreisvorsitzende der JuLis, Carsten Müller. "Die Jusos vergessen, dass Studieren auch jetzt schon Geld kostet. Es wird nur nicht von Studenten bezahlt, sondern von allen Steuerzahlern, also auch von Auszubildenden und Geringverdienern."

Die JuLis hielten es für richtig, wenn junge Menschen, die in ihrem Studium Leistungen in Anspruch nehmen und damit später bessere Verdienstmöglichkeiten haben, für diesen Vorteil auch bezahlen, so Müller weiter. Allerdings dürfe niemand durch hohe Kosten vom Studium abgehalten werden. Aus diesem Grund schlagen die Jungen Liberalen ein Modell mit nachgelagerten Studiengebühren vor, bei dem Studierende nach Abschluss ihres Studiums und dem Einstieg ins Berufsleben die Studiengebühren zahlen. „Wer kein Einkommen hat, der zahlt auch nichts zurück! Der Staat übernimmt hierbei die Rolle des Bürgen“, führt Müller weiter aus.

Die JuSos unterschlagen zudem, dass ihre eigene Mutterpartei, die SPD, in NRW bereits Langzeitstudiengebühren eingeführt hat. “Von sozialverträglicher Hochschulpolitik haben sich die Sozialdemokraten längst verabschiedet“, meint der stellvertretende JuLi-Vorsitzende Bernd Stähler.