die einzig Liberalen

Ein Jahr danach: Möllemanns Traum lebt weiter.

 

Rhein-Erft-Kreis / Dresden.  Heute beginnt in Dresden der 55. Bundesparteitag der FDP, auf den Tag genau ein Jahr nach dem tragischen Tod des einstigen liberalen Superstars Jürgen W. Möllemann. Grund genug, einen Blick auf die künftige Strategie der FDP zu lenken.

Dazu sagt Torsten Rekewitz, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) im Rhein-Erft-Kreis: „Die ‘Strategie 18’ lebt weiter. Ihr wichtigstes Element, die These einer unabhängigen, starken liberalen Partei in Deutschland, ist genauso richtig, wie sie es vor der verlorenen Bundestagswahl war. Darauf muss ich die FDP endlich wieder besinnen. Man kann Diskussionen über die Zahl ‘18’ führen, nicht jedoch über die grundsätzliche Ausrichtung der Partei. Die FDP muss endlich eine Partei werden, die alle Altergruppen, alle sozialen Schichten, alle Einkommensklassen anspricht. Die Politik für alle Menschen in Deutschland macht. Klientelpolitik, wie sie die Bundestagsfraktion bei den Verhandlungen zur  Gesundheitsreform praktiziert hat passt da genauso wenig zu einer zukunftsfähigen Politik wie das Festhalten der FDP-Führung an der Zwangsmitgliedschaft in den IHKen oder am Meisterzwang. Damit muss endlich Schluss sein und vielleicht schafft es der Bundesparteitag an diesem Wochenende, hier endlich eine Wende herbeizuführen.“

Der 23-jährige Torsten Rekewitz, 2002 selbst einer der rheinland-pfälzischen FDP-Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl, hofft auf eine Wende: „Die FDP muss politisch endlich wieder wahrnehmbar werden. Das schafft sie nur mit klaren Konzepten, mit dem Aufzeigen unbequemer Wahrheiten und mit einem glaubwürdigen Programm. Der Prozess, den Guido Westerwelle mit seiner Positionsschrift ‘Für die freie und faire Gesellschaft’ angestoßen hat, muss weitergeführt werden. Ziel muss sein, dass alle Punkte, die am ‘Projekt 18’ gut und richtig waren, weiterhin elementarer Bestandteil der FDP-Strategie bleiben.“

Deshalb braucht die FDP auch eine grundsätzliche Strategiedebatte. Nur so können wir wieder zu einem starken Faktor werden. Wir Jungen Liberalen werden jedenfalls weiterhin dafür kämpfen, dass unsere Mutterpartei den Weg der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit weitergeht. Insofern lebt der Traum von Jürgen Möllemann weiter. Es war nämlich nicht nur sein Traum, sondern der Traum von uns allen.“, so Rekewitz abschließend.