die einzig Liberalen

JuLis: „Der nächste Griff der CSU ins Klo.“

 

Rhein-Erft-Kreis / München.  Heute griff Markus Söder, jungdynamischer Generalsekretär der CSU, einmal mehr in die populistische Mottenkiste. Sein Vorschlag, „Rabeneltern“ die Sozialhilfe zu streichen, sorgt bei den Jungen Liberalen (JuLis) im Rhein-Erft-Kreis nur noch für Kopfschütteln.

Der erste Kommentar von Torsten Rekewitz (24), dem Kreisvorsitzenden der FDP-Jugendorganisation: „Ich finde es ja prinzipiell lobenswert, dass Markus Söder sich bemüht hat, als erster die Sommertheater-Bühne zu betreten. Vielleicht hätte er aber vorher einmal seine grauen Zellen etwas anstrengen sollen. Dann wäre ihm sicherlich aufgefallen, dass sein Vorschlag weder christlich noch sozial ist. Das er darüber hinaus auch noch Sinn machen sollte, ziehe ich gar nicht in Erwägung.“

Torsten Rekewitz ist „gespannt, wie Markus Söder definieren will, welche Eltern ‘Rabeneltern’ sind und welche nicht. Will er würfeln? Aber abgesehen von der Frage der praktischen Umsetzung des CSU-Vorschlages muss man auch beachten, dass Kinder, die in einkommensschwachen Haushalten aufwachsen, ohnehin mit zu wenig Geld aufwachsen müssen. Wenn man den Eltern dann noch mehr wegnimmt, leiden darunter zuallererst die Kinder. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Söder sollte seinen Griff ins Klo also schleunigst rückgängig machen. Wenn die CSU wirklich – wie er es heute angekündigt hat – eine entsprechende Initiative im Bundesrat starten will, bin ich auf die Reaktionen gespannt.“

„Wir JuLis fordern die CSU auf, konstruktive Vorschläge zu machen, wie einkommensschwache Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag unterstützt werden können. Wer stupide Geld streicht, löst damit keine Probleme. Das kann man nur, wenn man die Eltern gezielt berät und unterstützt. Das hilft den Kindern, den Eltern und letzten Endes unserer Gesellschaft.“, ist sich Rekewitz sicher.