die einzig Liberalen

Rekewitz: „Mit uns wird es keine Koalitionsaussage im Kreis geben!“

 

Rhein-Erft-Kreis / Berlin.  Das Versprechen Guido Westerwelles, nach der Bundestagswahl 2006 auf jeden Fall eine Koalition mit der CDU/CSU anzustreben, stößt auf heftigen Protest aus den Reihen der Jungen Liberalen.

Deren Bundesvorsitzender Jan Dittrich erklärt dazu heute in Berlin: „Wir brauchen keine Koalitionsaussage zur Unzeit. Über eine mögliche Koalition kann man erst befinden, wenn man die Programme und Kandidaten mit ihren Forderungen der Parteien kennt. Und das wird frühestens im August 2006 sein.“

Torsten Rekewitz, der Vorsitzende der FDP-Jugendorganisation im Rhein-Erft-Kreis, stimmt Dittrich zu: „Wer den momentanen Streit innerhalb der Union sieht, kann sich doch nur an den Kopf fassen. Wieso soll die FDP jetzt eine Koalitionsaussage pro Union treffen, wenn die selbst noch gar nicht weiß, wo sie etwa in Sachen Umbau der Sozialsysteme überhaupt hin will? Die FDP ist eine eigenständige Partei. Im Bund, in NRW und auch vor Ort im Rhein-Erft-Kreis. Ich verstehe weder Guido Westerwelle noch Andreas Pinkwart. Letzterer schmeißt sich mit Blick auf die Landtagswahl im nächsten Mai ja neuerdings auch an Jürgen Rüttgers heran, als sei der der Spitzenkandidat der Liberalen, nicht der CDU. Die FDP muss mit ihren eigenen Konzepten und ihren eigenen Köpfen um Wählerstimmen kämpfen. Wer die ‘alte FDP’ der 90er Jahre, die Partei der Zweitstimmen, die Partei der Beliebigkeit zurückhaben will, muss eins wissen: Dabei werden die Jungen Liberalen bestimmt nicht mitmachen. Wenn das Koalitionstheater weitergeht, dann verspreche ich bereits jetzt, dass diese Partei noch nie soviel Protest aus den eigenen Reihen, zuvorderst der JuLis, gesehen hat wie in diesem Fall.“, so Torsten Rekewitz.

„Ich bin froh, dass bei uns im Rhein-Erft-Kreis bisher die K-Frage noch nicht einmal thematisiert wurde. Wir gehen geschlossen in die Kreistagswahl am 26. September und stellen unsere liberalen Konzepte gegen die Konzepte aller anderen Parteien. Und am Ende entscheiden die Wählerinnen und Wähler darüber, wer mit wem koaliert. Und wenn die FDP im Herbst in Koalitionsverhandlungen geht, entscheidet alleine unsere Programmatik, die größte Schnittmenge in den Vorstellungen der einzelnen Parteien, darüber, mit wem wir koalieren und mit wem eben nicht. Schön, dass zumindest im Rhein-Erft-Kreis die FDP weiß, worauf es ankommt. Nämlich nicht darauf, wer mit wem ins Koalitionsbett steigt, sondern darum, mit welchem Partner wir unsere Ziele am besten umsetzen können.“, freut sich Torsten Rekewitz.

Sein Ratschlag an Guido Westerwelle: „Der Bundesvorsitzende soll nicht ohne Not auf Teufel komm’ raus mit der CDU flirten, sondern sich lieber darum kümmern, die FDP in den wichtigen Bereichen der Bürgerrechte, in Bildungsfragen und in der künftigen Gestaltung der sozialen Sicherungssysteme fit zu machen.“