die einzig Liberalen

JuLis Erftkreis wollen mehr betriebsnahe Bildung

 

„Bildung muss sich stärker als bisher am Berufsleben orientieren“, fordern die Jungen Liberalen Erftkreis (JuLis). Besonders an Haupt- und Realschulen, deren Schüler in der Regel direkt nach dem Schulabschluss in die Berufswelt einsteigen, muss nach Meinung der JuLis die Vorbereitung auf die Erwerbsphase deutlich verbessert werden. Konkret fordern die JuLis:

Um der aktuellen Ausbildungsplatzmisere entgegenzusteuern, schlagen die JuLis ein Pilotprojekt zur Reform des Praktikums an Hauptschulen vor: „Die heutige Situation ist, dass der Praktikumsbetrieb und seine Praktikanten sich gegenseitig nur oberflächlich kennen lernen. Deswegen wollen wir das Praktikum an Hauptschulen auf ungefähr drei Monate verlängern“, meinte Jan Schiller, Kreisvorsitzender der JuLis. Schiller erhofft sich, dass durch ein längeres Praktikum Schüler eine bessere Einschätzung erhalten, ob sie sich im entsprechenden Betrieb eine Ausbildung vorstellen können. „Außerdem können Praktikanten durch gute Arbeit den Betrieb von sich überzeugen und erhalten so die Chance, später im entsprechenden Unternehmen eine Ausbildung zu absolvieren“, ergänzte Christian Pohlmann, Kandidat der JuLis zur Kommunalwahl 2004.

Weiterhin fordern die JuLis eine stärkere Kooperation zwischen Unternehmen und kreiseigenen Schulen „Schüler müssen wissen, was später von ihnen erwartet wird“, erklärte Carsten Müller, Pressesprecher der JuLis. Daher sollen nach Meinung der Jungen Liberalen Exkursionen verstärkt dazu genutzt werden, Unternehmen und ihre Arbeitsbedingungen zu besichtigen. Die JuLis möchten außerdem einen regelmäßigen Kontakt zwischen Wirtschaft und Schülern aufbauen. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dafür zu sorgen, dass Unternehmensinsider etwa durch die Betreuung von Arbeitsgemeinschaften oder die Teilnahme an Projektwochen Schüler auf das Berufsleben vorbereiten“, so Müller weiter.

Darüber hinaus möchten die JuLis die Medienausstattung an Schulen verbessern. Dies soll vor allem durch einen sinnvolleren Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel passieren. „Wir finden nicht, dass in jedem Klassenraum 25 Computer stehen müssen und man diese in jedem Fach einsetzen muss. Aber wir erwarten, dass genügend Geräte vorhanden sind, um die im Berufsleben benötigten Fähigkeiten zu erlernen“, stellte Jan Schiller hierzu fest. Dazu gehöre auch, dass die zur Verfügung stehenden Geräte auf einem aktuellen technischen Stand sind.