die einzig Liberalen

Feistner: „Organspendeausweis mit der Lohnsteuerkarte versenden“

 

JuLis stoßen neue Initiative an

Die Jungen Liberalen Erftkreis (JuLis) fordern, Organspendeausweise mit der Lohnsteuerkarte zu versenden. Ein entsprechender Beschluss wurde mit großer Mehrheit beim Kreiskongress der Jungen Liberalen in Bergheim gefasst.

Auf diese Weise könne die Zahl der Organspender mittelfristig verdreifacht bis vervierfacht werden, teilte der stv. Vorsitzende, Sascha Feistner, mit. „Laut Umfragen sind 70 Prozent der Bevölkerung zur Organspende bereit. Aber nur 12 Prozent haben einen Organspendeausweis. Diese Lücke muss geschlossen werden“, sagte Feistner.

Es gehe darum, Menschen den Zugang zu den Ausweisen zu erleichtern, die Voraussetzung für eine Organspende sind. Die JuLis werden auch vor Ort an Infoständen für Organspenden werben. „Wir werden dieses brisante Thema offensiv in die Öffentlichkeit tragen“, meinte Jan Schiller, Vorsitzender der JuLis Erftkreis.

Dazu Sascha Feistner: „Es ist makaber und ein Skandal, dass etwa im Jahre 1999 ca. 800 Menschen in Deutschland sterben mussten, weil kein Spenderorgan zur Verfügung stand. Gleichzeitig gibt es Menschen, die eigentlich zur Spende bereit wären, aber sich noch nicht mit der Möglichkeit auseinander gesetzt haben.“

Darüber hinaus fordern die JuLis, die Aufklärung in der Bevölkerung zu erhöhen: Dazu solle eine Infobroschüre mit den Organspendeausweisen verteilt werden.
Bundesweit warten derzeit noch ca. 14.000 chronisch erkrankte Menschen auf ein Spenderorgan.