die einzig Liberalen

Die JuLis Erft fordern eine Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs.

"Katastrophal sind die Anbindungen der Städte des Erftkreises sowohl nachts, als auch an den Wochenenden. Für Jugendliche, die nicht im Besitz eines Führerscheins sind, ist es fast unmöglich, sich unabhängig im Erftkreis zu bewegen", so Yvonne Nasshoven, stellvertretende Vorsitzende der JuLis Erft. So ist auch die Anbindung an Köln durchaus problematisch. Ein Beispiel: Jemand möchte nachmittags gegen vier Uhr mit der Linie 7 von Köln nach Frechen fahren. Diese hat jedoch - schon zum wiederholten Mal in dieser Woche - aufgrund einer Störung Verspätung. Bei absehbaren 40 Minuten Wartezeit entschließt man sich, mit der Linie 1 bis Junkersdorf zu fahren, um dann den Bus bis Bahnhof Lövenich und schließlich nach Frechen zu nehmen. Fazit: 40 Minuten Wartezeit wären eindeutig kürzer gewesen, denn die Alternative nahm fast 90 Minuten in Anspruch.
Aber auch, wenn man im Besitz der Fahrerlaubnis ist, wird man nachts leicht dazu verleitet, alkoholisiert Auto zu fahren. Ein Taxi zu bestellen, ist für die meisten Jugendlichen zu teuer. So ist es kaum verwunderlich, dass die Unfallstatistik des Erftkreises 263 Unfälle auf Alkoholkonsum zurückführt und einen überproportional hohen Anteil an jugendlichen Unfallopfern zu verzeichnen hat. Hier besteht also dringender Handlungsbedarf.